Stuttgart im September 2025

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Bürgerinnen und Bürger,

mein Name ist Steffen Jäger, und ich bin Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg – der Stimme von 1.065 Städten und Gemeinden.

Heute will ich mich auf ungewöhnliche Weise direkt an Sie wenden: nicht nur als Funktionsträger, sondern als Demokrat, als Bürger dieses Landes.

Denn die Lage ist ernst. Das spüren die Städte und Gemeinden. Das spüren Sie. Das spüren wir alle.

Der Krieg in der Ukraine führt uns schmerzhaft vor Augen: Frieden in Europa ist keine Selbst-verständlichkeit. Gleichzeitig verschieben sich globale Machtverhältnisse. Die USA distanzieren sich – wirtschaftlich und sicherheitspolitisch. Wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass andere unsere Verteidigung übernehmen. Wir sind selbst gefordert. Wir müssen selbst Verantwortung tragen.

Gleichzeitig geraten wir wirtschaftlich unter Druck. Zwei Jahre Rezession, Standortverlagerungen, wachsender internationaler Wettbewerbsdruck: Unsere Volkswirtschaft hat an Schwung verloren.

Wirtschaftliche Stärke ist aber das Fundament für das, was unser Gemeinwesen ausmacht: ein funktionierender Sozialstaat, ein handlungsfähiger Rechtsstaat, eine lebendige Demokratie.

Diese Demokratie lebt in unseren Städten und Gemeinden. Hier wird im Schulterschluss zwi-schen Rathaus und Bürgern die Grundlage für das Gelingen unseres Staates gelegt.

Straßen, Brücken, Wasserversorgung, Kitas, Schulen, Feuerwehr, Sport- und Kulturstätten, Vereinsförderung und vieles mehr. Daseinsvorsorge und das gesellschaftliche Zusammenle-ben sind ohne handlungsfähige Kommunen nicht möglich.

Was droht, wenn wir nicht handeln

Die Kommunen sind damit das Rückgrat eines gelingenden Staates. Doch ihre Handlungsfähigkeit ist gefährdet. Die Kommunalfinanzen sind in einer solch dramatischen Schieflage, dass bereits die Erfüllung der Pflichtaufgaben kaum mehr möglich ist.

Konkret heißt das: Die Sanierung der Sporthalle, des Kindergartens oder der Schule fallen aus. Investitionen in Klimaschutz oder Klimawandelanpassung werden gestrichen. Die Nutzungsgebühren steigen, die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer reichen nicht mehr aus. Frei- und Hallenbäder lassen sich nicht mehr halten, die Vereinsförderung kommt auf den Prüfstand, Öffnungszeiten in Kitas oder auch der Bibliothek müssen reduziert werden.

Keine dieser Maßnahmen will ein Kommunalpolitiker beschließen – doch vielerorts werden sie unvermeidlich.

Geld allein wird dies jedoch nicht lösen. Denn was wir erleben, ist nicht nur eine finanzielle Überlastung – es ist ein strukturelles Problem. Der Staat lebt über seine Verhältnisse – und das seit Jahren.

Die Summe an staatlichen Leistungszusagen, Standards, Versprechen hat ein Maß erreicht, das mit den verfügbaren Ressourcen nicht mehr erfüllbar ist.

Es braucht deshalb eine mutige Reform – strukturell und gesamtstaatlich

Deshalb sind wir als Gesellschaft gefordert, eine strukturelle Antwort zu geben. Wir brauchen eine ehrliche, gesamtstaatliche Reform. Das heißt: weniger Einzelfallgerechtigkeit und mehr Eigenverantwortung. Wir brauchen eine Aufgaben- und Standardkritik, die den Mut hat, Prioritäten zu setzen. Und wir brauchen die Bereitschaft, neu zu fragen: Was kann und muss der Staat leisten – und was kann er nicht mehr leisten, ohne sich selbst zu überfordern?

93 Prozent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Baden-Württemberg fordern eine konsequente Reform in diesem Sinne.

Doch auch wir als Gesellschaft müssen bereit sein, eine solche Reform mitzugehen. Wir müs-sen beitragen – nicht nur erwarten. Wir müssen vertrauen – in unseren Gemeinsinn, seine Werte und unsere Kraft des Füreinanders. Wir müssen bereit sein, mehr zu leisten – für den Staat, für die Gemeinschaft, für das Gelingen unserer freiheitlichen Demokratie.

Demokratie ist kein Bestellshop – sie ist die Einladung an alle, sich mit ganzer Kraft für eine freiheitliche und wohlständige Gesellschaft einzubringen. Und deshalb kann Demokratie auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir alle unseren Beitrag dazu leisten.

Wir brauchen auch Ehrlichkeit in der Migrationspolitik. Integration gelingt dann, wenn die Zugangszahlen beherrschbar und auch Mitwirkung und Rückführung ein wirksamer Teil des Systems sind. Wer zu uns kommt, muss unsere freiheitlich-demokratischen Grundwerte achten. Und er oder sie muss auch zum Gelingen von Gesellschaft und Volkswirtschaft beitragen. Eine erfolgreiche und akzeptierte Migrationspolitik muss dies leisten. Dies aber immer auf der Grundlage von Humanität und Verantwortung. Menschenverächter haben keine Lösungen, sie haben nur Propaganda. Wir Demokraten müssen beweisen, dass wir es besser können.

Und auch beim Klimaschutz gilt: Wir können als Deutschland nur erfolgreich sein, wenn unser Weg für andere Staaten ein Vorbild ist – klar im Ziel, ökologisch wirksam, ökonomisch tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert.

Das Grundgesetz als unser gemeinsames Fundament

Unser Grundgesetz war nie als Schönwetterordnung gedacht. Es wurde formuliert in einer Zeit, in der unser Land moralisch, politisch und wirtschaftlich in Trümmern lag. Es ist eine der größ-ten Wohltaten, die unser Land je erfahren hat. Und es verpflichtet uns: zur Selbstverwaltung, zur Verantwortung, zur Teilhabe. Zur res publica – zur gemeinsamen Sache.

Die Gemeinden sind der Ort der Wahrheit, weil sie der Ort der Wirklichkeit sind.

Es gilt, diese Wirklichkeit anzuerkennen und aus der Krise den Mut zur Erneuerung zu schöpfen.

Und deshalb möchte ich dafür werben: machen wir uns bewusst, was unser Staat, was unsere Demokratie zum Gelingen braucht.

Und dazu gehört zuallererst eine neue Ehrlichkeit und ein nüchterner Realismus: Wir stehen vor den größten Herausforderungen seit Jahrzehnten. Als Vertreter der Kommunen sagen wir Ihnen die Wahrheit: dies wird uns allen etwas abverlangen.

Ich bin aber davon überzeugt, wir können das meistern; Gemeinsam, mit Mut und Willen.

Mit einer Haltung, die nicht fragt, was andere tun, sondern, was wir selbst beitragen können. Die Bereitschaft, auch dann standhaft zu bleiben, wenn es unbequem wird. Die Chance, dass wir alle auch künftig in einem lebendigen und freien Land leben dürfen, muss uns Ansporn sein.

Und daher meine Bitte: Machen Sie mit. Für unsere Kinder. Für unser Land. Für unsere Demokratie. Für uns.

 

In Verantwortung und Verbundenheit,

 

Ihr

Steffen Jäger

Bis Mittwoch, den 08. Oktober 2025 können sich interessierte Einwohner*innen noch die Aufzeichnung des Technischen- und Umweltausschusses sowie der Gemeinderatssitzung vom 30.09.2025 ansehen.

Die Gemeinde Starzach im Landkreis Tübingen sucht zum Ausbildungsstart am 01.09.2026 eine motivierte, verantwortungsvolle und zuverlässige Persönlichkeit als

Auszubildende/r
zum/zur Verwaltungsfachangestellten (m/w/d)
Fachrichtung Kommunalverwaltung

Die nächste Sitzung des Gemeinderates findet am Dienstag 30. September 2025 im Rathaus im Ortsteil Bierlingen - Sitzungssaal statt.

Die geänderten Öffnungszeiten lauten wie folgt:

Dienstag, 16.09.2025 von 14 bis 16:30 Uhr

Dienstag, 23.09.2025 geschlossen,

Montag, 29.09.2025 geschlossen.

An den restlichen Wochentagen bleiben die Öffnungszeiten wie gehabt.

Mit der Bitte um Beachtung.

Am 28.08.2025 wird kurzfristig ein Update auf unserer Telefonanlage installiert.

Deswegen ist es möglich, dass wir telefonisch nicht immer erreichbar sind.

Wir bitten um Ihr Verständnis!

Die Gemeindeverwaltung.

Nach dem Eichgesetz müssen Wasseruhren nach sechs Jahren ausgetauscht werden, da nach diesem Zeitraum die Eichgültigkeit von Kaltwasserzählern abgelaufen ist. Diese Wasserzähler können jedoch länger als sechs Jahre im Netz verbleiben, wenn diese eine messtechnische Prüfung von wenigen ausgewählten Zählern im Rahmen einer Stichprobenprüfung bestanden haben. Bei Bestehen der Stichprobenprüfung dürfen dann alle Wasserzähler im Gemeindegebiet ohne Ausbau für weitere drei Jahre im Netz verbleiben.

Diese Stichprobenprüfung wird von der GT-service GmbH in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Landeswasserversorgung durchgeführt.

Die Gemeinde Starzach möchte die wirtschaftlichen Vorteile eines derartigen Stichprobenverfahrens nutzen und hat die GT-Service GmbH mit der Durchführung dieses Verfahrens beauftragt. Zwischenzeitlich haben wir von dieser eine Liste von 80 Wasserzählern erhalten, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt worden sind und die dem Zweckverband Landeswasserversorgung zur Überprüfung übergeben werden müssen. Der erforderliche Zählerwechsel wird hierbei von unserem Bauhof durchgeführt.

Die durch das Zufallsprinzip ausgewählten und von der Stichprobenprüfung betroffenen Gebäudeeigentümer, wurden von uns bereits schriftlich benachrichtigt.

Die Gemeindeverwaltung möchte hiermit vorab über diese Zähleraustauschaktion im Rahmen der Stichprobenprüfung informieren und den betroffenen Personenkreis heute schon darum bitten, den Bauhofmitarbeitern den Zugang zur Wasseruhr zu ermöglichen.

Bitte unterstützen Sie die Gemeinde bei dieser Aktion. Letztendlich werden bei Bestehen der Prüfung alle Gebührenzahler entlastet, da die Kosten für einen vollständigen Austausch aller Wasseruhren in der Gemeinde Starzach dann erst in 3 Jahren anfallen werden!

Ihre Gemeindeverwaltung!

Im Rahmen des bundesweiten Warntags am Donnerstag, 11. September 2025 ist geplant, die Bevölkerung über verschiedene Mittel und Instrumente zu warnen. Um 10:59:30 Uhr wird bundesweit eine Warnung ausgelöst. Um 11:45 Uhr erfolgt dann die Entwarnung. Ziel des Warntages ist es, wie in den Vorjahren bundesweit die Menschen stärker für das Thema Warnung der Bevölkerung zu sensibilisieren und die technische Umsetzung sowie die Abläufe zu überprüfen.

Für die Warnung der Bevölkerung – beispielsweise bei drohendem Hochwasser - steht Bund, Ländern und der Kommunalen Ebene das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) zur Verfügung. In diesem System können Warnungen eingespielt werden. Je nach Warnstufe (Dringlichkeit) wird die Warnung an einen Warnmix aus unterschiedlichen Warnmitteln weitergegeben.

Die Kommunen können selbst entscheiden, ob sie mit ihren Sirenen am Warntag teilnehmen und diese um 11:00 Uhr auszulösen und um 11:45 Uhr entwarnen.

Die Verwendung verschiedener Warnmitteln für eine umfängliche Warnung der Bevölkerung ist wichtig, um möglichst viele Menschen in verschiedenen Situationen zu erreichen, Bestandteile des Warnmixes sind bisher Fernsehen, Radio, Sirenen und Warn-Apps wie die Notfall-Informations- und Nachrichten-App „NINA“.

Auch in diesem Jahr erfolgt eine zusätzliche Warnung über das sogenannte Cell-Broadcast-System. Dabei wird an alle Mobiltelefone, die sich in einem Funkmast eingewählt haben, eine Nachricht gesendet. Die Nachricht ähnelt einer SMS, sodass keine spezielle App installiert sein muss, um die Nachricht zu erhalten. Es kann passieren, dass vor allem ältere Mobiltelefone über das Cell-Broadcast-System nicht erreicht werden können.

Im Nachgang zum Warntag kann man auch in diesem Jahr z.B. über die Internetseite www.warntag-umfrage.de an einer Umfrage teilnehmen und eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen rund um den Warntag 2025 zu teilen.

Es wird darum gebeten, am Warntag keine Rückmeldungen an Behörden oder an die Integrierte Leitstelle weiterzugeben. Die Nummer 112 steht wie gewohnt nur für Notrufe zur Verfügung.

 Pressemitteilung in PDF - Bundesweiter Warntag am Donnerstag, 11. September 2025

Anlage: Übersicht Sirenensignale zur Warnung der Bevölkerung

Ab dem 11.08. findet für 2 Wochen kein Backtag in Wachendorf und Felldorf statt.

Wir bitten um Beachtung!

Die Gemeinde Starzach sucht für ihre Kindertageseinrichtung „Villa Sausewind“ in Felldorfzum nächstmöglichen Zeitpunkt

pädagogische Fachkräfte (m/w/d)
in Vollzeit/Teilzeit (unbefristet)

Informationen über die Einrichtung finden Sie auf der Homepage der Gemeinde Starzach unter www.starzach.de/leben-und-wohnen/kindertageseinrichtungen.

Ihre Aufgabenschwerpunkte:

  • Betreuung und Förderung der Kinder im Bereich der Kindertageseinrichtung
  • Umsetzung unseres pädagogischen Konzeptes
  • Zusammenarbeit im Team, mit den Eltern und Kooperationspartnern

Ihr Bewerbungsprofil:

  • Abgeschlossene Ausbildung als Erzieher*in oder Kinderpfleger*in
  • Spaß an der Arbeit mit Kindern
  • Freude an der Arbeit im Team
  • Offenheit zur Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und Flexibilität

Wir bieten:

  • leistungsgerechte Vergütung nach TVöD-SuE sowie die Sozialleistungen des öffentlichen Dienstes
  • moderne, dynamische Einrichtung mit engagiertem Team
  • Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung

Wenn Sie Teil unseres Teams werden wollen, bewerben Sie sich bitte bevorzugt per E-Mail mit aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bis spätestens 31.08.2025 bei der

Gemeinde Starzach, Haupt- und Personalamt, Hauptstraße 15, 72181 Starzach
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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Hauptamtsleitung, Frau Maren Ganion, Telefon: 07483 188-20, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.