Starzach2025

Leuchtturmprojekte im Bereich Gesundheitswirtschaft und Künstliche Intelligenz (KI)

Der RegioWIN Wettbewerb ist ein wesentliches Programmelement der EFRE-Strategie des Landes Baden-Württemberg und zielt auf die landesweite Förderung einer zukunftsfähigen und nachhaltigen regionalen Wirtschaftsentwicklung.

Für den Wettbewerb „RegioWIN 2020“ hatten sich im Jahr 2013 die Landkreise Tübingen, Reutlingen und Zollernalb mit der Stadt Reutlingen, der IHK Reutlingen und weiteren Partnern aus Hochschule, Forschung und Unternehmen zusammengeschlossen, um ein Regionales Entwicklungskonzept zu erstellen. Dieses bildete die Basis für Projektideen der ersten Wettbewerbsrunde, welche unter dem Motto „FORTUNA“ zusammengefasst wurden. FORTUNA steht für Forschung, Technik, Umwelt und Nachhaltigkeit und soll vor allem die Intensivierung der Vernetzung von Forschung und Unternehmen dienen. In der letzten Runde überzeugte die Region mit ihrem Entwicklungskonzept, welches insgesamt sieben Leuchtturmprojekte beinhaltete. Zwei dieser Projekte sind mittlerweile mit EFRE-Mitteln umgesetzt und werden seither seitens der regionalen Wirtschaft gerne genutzt: Das Nanoanalytikzentrum (Träger: NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen) und der Forschungscampus BioMedTech (Träger: Technologieförderung Reutlingen-Tübingen GmbH).

Nun geht der Wettbewerb „RegioWIN 2030“ in die zweite Runde. Mitte Oktober traf sich unter der Leitung der Steuerungsgruppe RegioWIN Neckar-Alb der Lenkungskreis mit Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Wissenschaft und Unternehmerschaft im Tübinger Landratsamt, um aus den vorliegenden Projektanträgen für den Wettbewerb zwei Leuchtturmprojekte für das Regionale Entwicklungskonzept FORTUNA 2 auszuwählen.

Sechs Projektträger – zumeist Kooperationen aus wissenschaftlichen Instituten, Unternehmen und kommunalen Trägern - hatten Projektanträge aus den Bereichen Innovative IT-Technologien, Gesundheitswirtschaft, Neue Materialien (Advanced Materials), ökologische Lebensmittelwirtschaft und nachhaltige Unternehmensführung eingereicht. Nun stellten sie dem Lenkungskreis unter Leitung von Landrat Joachim Walter ihre Projektideen als mögliche Leuchtturmprojekte für das Regionale Entwicklungskonzept Fortuna 2 vor. Die beiden ersten Plätze der vom Lenkungskreis getroffenen Priorisierung belegten Projekte der Gesundheitswirtschaft mit dem Ziel der Stärkung der Kompetenz im Bereich der personalisierten Medizin, und der Künstlichen Intelligenz im Bereich IT. Bis zur Einreichung des Regionalen Entwicklungskonzepts werden die Namen der Projektträger und ihre Ideen jedoch vertraulich behandelt.

Um als Leuchtturmprojekt zu gelten, muss das Projekt eine sichtbare Wirkung über die Region hinaus entfalten können. Landrat Joachim Walter lobte die gute Zusammenarbeit in der Steuerungsgruppe und brachte seine Zufriedenheit zum Ausdruck. „Als wir uns 2012 für die erste Runde RegioWIN zusammengeschlossen haben, um diesen herausfordernden Wettbewerbsprozess gemeinsam zu gestalten, wussten wir nicht, ob wir erfolgreich sein werden. Und wir waren erfolgreich. Jetzt in der zweiten Runde sind die Erwartungen an uns höher. Aber wir sind optimistisch, dass die Kooperation auch dieses Mal zum Erfolg wird“.

Nachdem nun die Leuchtturmprojekte benannt sind, hat die Steuerungsgruppe (bestehend aus den Europabeauftragten der Landkreise und der Stadt Reutlingen und Mitarbeitenden des Regionalverbandes Neckar-Alb und der IHK) bis Mitte Dezember die Aufgabe, das Regionale Entwicklungskonzept fertigzustellen.

Eine Jury auf Landesebene wird im nächsten Jahr die besten Projekte prämieren. Sollte das Regionale Entwicklungskonzept Neckar-Alb erfolgreich sein, besteht die Option auf eine Förderung der prämierten Leuchtturmprojekte zur Umsetzung über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2021–2027.