Starzach2025

Als Jugendguide gesellschaftlich wirksam sein?
Wenn Ihr zwischen 15 und 23 Jahren alt seid und Euch zum Thema „NS-Verbrechen vor Ort“ und „Menschenrechte heute“ engagieren möchtet, dann nutzt die kostenlose Chance, Jugendguide zu werden.

Ihr bekommt das nötige KnowHow, grundlegendes Wissen und erhaltet Kontakt zu Einsatzmöglichkeiten in Gedenkstätten, bei Gedenkinitiativen und in anderen gesellschaftlichen Be-reichen.
Nach der 40-stündigen Qualifizierung erhaltet Ihr für Einsätze eine Aufwandsentschädigung.

Interesse? Schickt bis zum 5. Mai 2017 eine halbseitige formlose Bewerbung per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!

Der Landkreis Tübingen und KulturGUT e.V. qualifizieren gemeinsam mit Partnern aus der offenen Jugendarbeit und von Gedenkstätten seit 2012 Jugendliche zu Jugendguides. Die Qualifizierung startet mit einer 3tägigen Exkursion nach Natzweiler-Struthof. Es folgen Methodenseminare und Workshops an verschiedenen regionalen Gedenkstätten.

Die bisher circa 100 Qualifizierten kamen aus ganz Baden-Württemberg, ein Schwerpunkt liegt auf dem Landkreis Tübingen und der angrenzenden Region. Hier engagieren sich „Jugendguides“ in Tübingen, Grafeneck, Bisingen, dem Eckerwald, Hailfingen-Tailfingen und an weiteren Orten. In Tübingen führen die Jugendguides Stadtgänge auf den Spuren von NS-Verbrechen durch, machen beispielsweise Halt in der Münzgasse in der Polizeibeamte die Deportation von jüdischen Tübingerinnen und Tübingern in KZs wie Riga, Auschwitz oder Theresienstadt „abwickelten“ und dadurch Beihilfe zu deren Ermordung leisteten. Oder sie legen vor der Neuen Aula die Rolle der Universität Tübingen als Eliteuni der NS-Zeit offen.

Die Qualifizierung ist dank der einhelligen Unterstützung des Kreistages des Landkreises Tübingen kostenfrei. Sie genießt wegen der engen Vernetzung von Erinnerungskultur und außerschulischer Jugendförderung landes- und bundesweite Beachtung.

Weitere Infos unter: www.jugendguide-bw.de

Ansprechpartner:
Dr. Wolfgang Sannwald, Kreisarchiv Tübingen, Tel. 07071 207-5201 oder Kreisjugendreferentin Katrin Fehrle 07071 207-6154.